Dein Alltag · wenn es schwerer wird
Ärztliche Abklärung geht vor. Eine Verschlechterung wird nie als Fortschritt gedeutet, sie wird ernst genommen und angeschaut.
Die Fernbehandlung ersetzt keine ärztliche und keine psychologische Abklärung. Sie läuft daneben, und du kannst sie jederzeit pausieren oder beenden.
Zuerst: Abklärung und Notfall
Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden gehst du zur Ärztin oder zum Arzt. Das gilt immer, unabhängig von der Fernbehandlung. Auch neue oder unklare Beschwerden lässt du abklären, bevor du irgendetwas anderes deutest.
In einer Notlage erreichst du in der Schweiz den Notruf unter 144 und die Dargebotene Hand rund um die Uhr unter 143. Für Kinder und Jugendliche gibt es die 147. In Deutschland, in Österreich und im übrigen Europa wählst du 112.
Wenn du nicht mehr weiterweisst
Wenn du keinen Ausweg mehr siehst oder daran denkst, dir etwas anzutun, warte nicht und schreib auch nicht zuerst Rico. Ruf sofort an: 143 für ein Gespräch, 144 oder 112 im Notfall. Du störst dort niemanden, genau dafür sind diese Nummern da.
Was dir deine Ärztin, dein Arzt oder deine Psychologin rät, gilt. Du setzt kein Medikament ab und brichst keine Begleitung ab, weil du in der Fernbehandlung bist. Mehr dazu unter Neben Arzt und Psychologie.
Der Reihe nach
Die Zeichnung zeigt die Reihenfolge, in der du vorgehst, wenn es dir schlechter geht. Die Fernbehandlung kommt darin erst nach der Abklärung.
Der Reihe nach: 1. In einer Notlage sofort anrufen, 144, 143, 147 oder 112. 2. Beschwerden ärztlich abklären. 3. Rico kurz Bescheid geben. 4. Du wählst, wie es weitergeht: weiter, Tagesfokus, Pause oder Ende. Eine Verschlechterung ist kein Zeichen von Fortschritt.
Was du selbst tun kannst
- Melde dich kurz und beschreibe, seit wann es so ist und was du bemerkst. Rico passt die Arbeit an, wenn er sieht, dass dein Feld mehr Ruhe braucht.
- Wähle einen Tagesfokus. An diesem Tag achtet Rico mehr auf den Druck in deinem Feld. Er ersetzt keine Abklärung.
- Pausiere oder hör auf, jederzeit. Wie das geht, steht unter Dauer, Pause und Ende.
Für schwere Zeiten hat Rico einen einfachen Satz, den er Menschen im Gespräch mitgibt. Er verspricht nichts und schreibt dir nichts vor:
«Ich sage mal, mach mehr von dem, was dich stärkt und weniger von dem, was dich schwächt.»
Rico Brunner
Was das bei dir ist, weisst du besser als jede Seite.
Was Rico dann tut
Wenn du dich meldest, ändert Rico nichts an seiner Art zu lesen. Er schaut dein Feld an wie jeden Tag. Was er anpasst, ist, wie viel und wo er arbeitet.
- Er liest dein Feld neu.Dein Feld steht heute anders als gestern. Rico schaut, wo es gerade steht, unabhängig davon, was du geschrieben hast.
- Er nimmt mehr Druck weg, wo es nötig ist.Ein Feld, das überreizt ist, kann nichts aufnehmen. Darum kommt bei viel Druck zuerst die Ruhe.
- Er arbeitet kleiner oder wartet.Je überforderter ein Feld ist, desto langsamer arbeitet er. Manchmal wird an einem Tag nur geschaut.
- Er prüft am nächsten Tag.In der Kontrolle sieht er, wie dein Feld reagiert hat, und richtet den nächsten Schritt danach.
Nach Ricos Beschreibung des täglichen Ablaufs.
Deine Beschreibung lenkt dabei nicht, wo er im Feld arbeitet. Sie sagt ihm aber, dass er genau hinschauen soll, und sie ist ein Anlass, die Arbeit zu prüfen. Warum dein Anliegen die Analyse nicht lenkt, erklärt Zwei Wege, die sich nicht kreuzen.
Warum sich ein Tag schwerer anfühlen kann
Ein schwerer Tag kann viele Gründe haben: ein Konflikt, eine schlechte Nachricht, zu wenig Schlaf, eine Zeit, in der vieles zugleich kommt. Die meisten haben mit der Fernbehandlung nichts zu tun.
Rico beschreibt aber auch einen Fall, der mit seiner Arbeit zusammenhängen kann. Manchmal kommt ein Feld an einer Stelle in Bewegung, die lange überfordert war. Dann kann schon eine kleine Veränderung zu viel sein. Hängen in einem Feld viele Stellen eng zusammen, reagiert dabei mehr als nur die eine Stelle.
Darum arbeitet er so, dass ein Feld leicht unterfordert bleibt, und er arbeitet, wie er sagt, defensiv. Nach seiner Beobachtung kommt es dadurch eher selten vor, dass jemand einen solchen Tag erlebt. Selten heisst nicht nie.
«Wenn ich an einem Energiefeld arbeite, dann versuche ich immer so zu arbeiten, dass ich das Energiefeld nicht überfordere.»
Rico Brunner
Diese Erklärung sagt nichts über eine bestimmte Beschwerde bei dir. Ein schwerer Tag beweist nicht, dass gearbeitet wurde, und auch nicht das Gegenteil. Er ist kein Zeichen, dass es vorangeht, und kein Grund, abzuwarten. Er ist ein Anlass, nachzufragen und, wenn es um Beschwerden geht, sie abklären zu lassen.
In jeder Lage
Schwere Zeiten treffen nicht nur Menschen, die schon in einer schwierigen Phase zur Fernbehandlung gekommen sind. Auch wer lange gut dastand oder gerade weiterkommen will, kann in eine Zeit geraten, in der vieles zugleich zu viel wird. Für alle gilt dieselbe Reihenfolge.
Rico beschreibt solche Zeiten nüchtern. Kippen mehr Teile eines Feldes in die Überforderung, als stabil bleiben, kann eine Krise entstehen. Mit Willen hat das nichts zu tun. Er rät dann, einen Schritt zurückzumachen und zuerst auf das zu schauen, was trägt. Wo welcher Teil steht, beschreibt Hilfe, Stabilität, Entwicklung.
Deine Rückmeldungen
Was du im Verlauf beobachtest, ist wichtig, auch wenn es die tägliche Analyse nicht lenkt. Rico liest dein Feld, nicht dein Befinden. Ein Gefühl sagt ihm über das Feld wenig. In seinem Modell bilden deine Rückmeldungen und dein Alltag aber eine zweite Kontrolle neben seiner Wahrnehmung: Sie zeigen über längere Zeit, ob die Arbeit zu deinem Leben passt.
Seit wann
Ab welchem Tag ist es so? Ist es neu oder kennst du es von früher?
Was genau
Was bemerkst du? Möglichst so, wie du es erlebst, ohne Deutung.
In welcher Lage
In welchen Situationen zeigt es sich, und wann nicht?
Was dich irritiert
Auch das, was nicht zu diesen Seiten passt. Gerade das ist nützlich.
Du erreichst Rico per E-Mail an [email protected]. Wie du im Alltag beobachten kannst, ohne dich zu beobachten, steht unter Beobachten statt spüren.
Fragen, die oft kommen
- Ist es ein gutes Zeichen, wenn es mir zuerst schlechter geht?
- Nein. Eine Verschlechterung wird hier nie als gutes Zeichen gedeutet. Sie wird angeschaut: Bei Beschwerden von deiner Ärztin oder deinem Arzt, im Feld von Rico.
- Soll ich die Fernbehandlung stoppen, wenn es mir schlechter geht?
- Das darfst du jederzeit. Du kannst auch zuerst nachfragen und dann entscheiden. Eine Pause oder ein Ende braucht keine Begründung.
- Hilft ein Tagesfokus, wenn es mir schlecht geht?
- Ein Tagesfokus verschiebt, worauf Rico an diesem Tag achtet: mehr auf den Druck, etwas weniger auf die Ursachen. Er ersetzt keine Abklärung und keine Begleitung bei einer Ärztin oder Psychologin. Wie er funktioniert, steht unter Druck, Stärke und der Spielraum.
- Muss ich Rico erzählen, was los ist?
- Nur so viel, wie du willst. Für das Lesen braucht er es nicht. Eine kurze Nachricht, seit wann und was, reicht, damit er genauer hinschaut.
- Was, wenn ich mir nicht sicher bin, ob es ein Notfall ist?
- Dann ruf an. Unter 144 oder 112 wird mit dir zusammen eingeschätzt, was nötig ist. Lieber einmal zu früh als zu spät.
Wie es weitergeht
Wie du Veränderungen im Alltag beobachtest, steht unter Beobachten statt spüren. Wie die Fernbehandlung neben Ärztin, Arzt und Psychologie steht, erklärt Neben Arzt und Psychologie. Wie Pause und Ende gehen, steht unter Dauer, Pause und Ende.