Woher die Fernbehandlung kommt
Eine Frage, die ihn nicht losliess, und über 60'000 Sitzungen seit 1998. Daraus ist die tägliche Arbeit an deinem Feld gewachsen.
Ausgedacht hat sich Rico die Fernbehandlung nicht. Sie ist Schritt für Schritt aus der Arbeit mit Menschen entstanden, oft aus deren Bitten.
Der Weg auf einen Blick
Manche Stationen in Ricos Weg haben ein Datum. Andere sind nach und nach gekommen, und niemand hat das Jahr notiert. Die Zeichnung zeigt beides getrennt, damit nichts genauer aussieht, als es ist.
Als er merkte, dass nicht alle dasselbe sehen
Rico ist in einem Umfeld aufgewachsen, in dem niemand über Energien sprach oder darüber, was man spürt. Als Kind hielt er sich selbst nicht für anders. Er merkte nur, dass er manche Dinge anders bewertete und anders mit ihnen umging. Darüber geredet hat er mit niemandem, und es hat ihn auch nicht gestört.
«Als ich etwa 16 Jahre alt war und begonnen habe, mich mit meiner Wahrnehmung auseinanderzusetzen, war mir aufgefallen, dass viele Menschen anders wahrgenommen haben als ich. Das hat mich sehr erstaunt, weil ich bis dahin dachte, dass jeder Mensch so viel wahrnehmen kann wie ich.»
Rico Brunner
Verstehen konnte er das Gesehene damals noch nicht. Wer jung ist, deutet schnell, sagt er heute, und er hat vieles falsch gedeutet. Erst mit Anfang zwanzig war seine Wahrnehmung so ruhig, dass er an Menschen erkennen konnte, wo es bei ihnen nicht weitergeht.
Ist das eine Gabe oder ein Handwerk? Für Rico ist es beides. Er hat eine starke angeborene Begabung, und er hat sie in Jahrzehnten der Forschung und in seinen Sitzungen geschult. Es ist wie bei einem Fussballspieler, dem Talent allein nicht reicht.
Die erste Sitzung, in der er nichts sah
1998 machte sich Rico selbständig und eröffnete in St. Gallen eine Praxis. Er war jung und wollte seine Wahrnehmung nutzen, um für Menschen zu arbeiten. Die ersten Leute kamen. Und in seiner allerersten Sitzung, nach viel Übung, sah er nichts, als ihm ein Mensch gegenübersass.
Die Wahrnehmung, auf die er sich verlassen hatte, war in diesem Moment nicht da. Er erzählt das in einem Vortrag ohne Umschweife, als Teil seines Weges. Mit der eigenen Wahrnehmung umzugehen, musste er erst lernen.
Warum Erklären nicht genügte
In den ersten Jahren hat Rico beraten. Er sagte Menschen, was er bei ihnen zwischen den Zeilen sah, und zeigte ihnen so andere Blickwinkel auf sich selbst. Dann fiel ihm etwas auf. Viele konnten nicht umsetzen, was er ihnen sagte, auch nicht beim dritten oder vierten Mal.
Am Wissen lag es nicht. Wer sich schlecht abgrenzen kann, weiss das meistens selbst, und er wüsste auch gern, wie es anders ginge. Rico sagt, er habe in seiner Praxis noch nie jemandem etwas gesagt, was dieser nicht schon geahnt oder gewusst hätte. Was fehlte, war die Kraft, es umzusetzen.
Er vergleicht das mit einer Telefonleitung. Ist die Leitung unterbrochen, nützt auch ein Kurs im Telefonieren nichts. Also begann er, dort hinzuschauen, wo die Leitung unterbrochen ist: im Energiefeld. Daraus ist die Arbeit am Feld selbst geworden, ohne Worte. Rico nennt sie einmal ein Coaching des Energiefeldes ohne Worte.
Hinschauen lernen, ohne einzugreifen
Für das, was Rico sah, gab es kein Wissen darüber, wie und warum Energiefelder funktionieren. Er musste mit dem arbeiten, was er sah. Einfache Abläufe verstand er bald. An manchen Zusammenhängen hat er über zwanzig Jahre gearbeitet, bis er sie verstanden hatte.
Zwei Gewohnheiten musste er dafür ablegen. Die erste war das Deuten. Ein bis zwei Jahre lang hat er zu neunzig Prozent nur wahrgenommen und keine Schlüsse gezogen. Auch was er über Energien gelesen und gelernt hatte, schaltete er beim Beobachten ab, damit er nicht sieht, was er erwartet. Heute ist es umgekehrt wie in jungen Jahren: Beobachtung und Analyse sind der grosse Teil, die Schlüsse nur noch ein Bruchteil.
Die zweite war das Helfenwollen. Ein Feld, das schwach wirkt, lädt dazu ein, ihm Energie zu geben. Rico merkte früh, dass das nicht trägt. Wer Energie hineingibt, sieht danach nicht mehr das Feld, sondern seine eigene Wirkung darauf. Und er macht den Menschen von sich abhängig.
«Obwohl ich sehr empathisch bin und sehr viel Mitgefühl habe, bin ich ein absoluter Techniker, was Wahrnehmung anbelangt. Ich habe mehr Freude gehabt, dass ich das Ganze verstehe, als dass ich helfen kann.»
Rico Brunner
Für sich selbst ist Rico ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben wichtig, eines, in dem er frei sein kann. So will er auch an anderen arbeiten: wie er an sich selbst arbeiten würde, ohne fremde Energie und ohne etwas künstlich zu verstärken. Angefangen hat er bei sich. Die ersten Felder, die er lange beobachtet hat, waren seine eigenen.
Beim geduldigen Hinschauen machte er eine Entdeckung, die seine Arbeit bis heute bestimmt. Wenn er sich fragte, warum eine Stelle im Feld nicht funktioniert, reagierte das Feld auf seine Fragen. Es nahm sein Verständnis auf und begann, damit zu arbeiten.
«… man kann sagen, das Energiefeld des Gegenüber hat mich begonnen zu belauschen.»
Rico Brunner
Daraus ist die Arbeit mit Information statt Energie entstanden. Was das genau heisst, steht unter Information statt Energie. Alles, was Rico so gelernt hat, ordnet er in einem Modell, das er Energyology nennt. Es ist ein Erfahrungsmodell, kein wissenschaftlich geprüftes Verfahren, und er sagt selbst, dass seine Wahrnehmung von aussen kaum nachvollziehbar ist.
Wie aus Sitzungen eine tägliche Arbeit wurde
In der Praxis arbeitete Rico lange mit Menschen vor Ort, auch mit Handauflegen. Er arbeitete intensiv, und die Menschen kamen eine Woche später wieder. Dabei war immer die Gefahr da, ein Feld zu überfordern. Arbeiten lässt sich nur so viel, wie ein Feld verträgt, nicht so viel, wie man gern möchte.
Dann kamen Bitten, für die in der Praxis kein Platz war. Manche wohnten zwei, drei Stunden entfernt oder bekamen keinen Termin mehr. Andere fuhren drei oder vier Wochen in die Ferien und wollten in dieser Zeit weiter begleitet werden. Den Anstoss gab ein Klient, dem es in den Ferien schlecht ging und der anrief, ob Rico ihn nicht aus der Ferne begleiten könne.
«Und habe dann gemerkt, dass es mit der Fernbehandlung zu arbeiten für mich gleich war, als wie wenn er vor Ort gewesen ist. Die Energiefelder habe ich gleich erkannt.»
Rico Brunner
Zuerst arbeitete er aus der Ferne an einem Tag und beobachtete das Feld danach dreissig Tage lang, ohne einzugreifen. Was er sah, überraschte ihn. Das Feld war schon mit diesem einen Tag überfordert. Die Last lag in der Portion dieses einen Tages und nicht in der Zahl der Tage.
«Dann ging ich auf 3 Wochen, 2 Wochen, 1 Woche und heute bin ich bei 1 Tag.»
Rico Brunner
Kleine tägliche Schritte haben sich als der Weg gezeigt, der ein Feld am wenigsten überfordert. Weil Rico jeden Tag arbeitet, kann er am nächsten Tag auf dem aufbauen, was er am Vortag getan hat. Warum dein Feld dabei das Tempo bestimmt, erklärt Warum dein Feld das Tempo vorgibt.
Auch die vier täglichen Schritte sind so entstanden. Am Anfang hat Rico vor allem analysiert, weil er verstehen wollte, wie Felder funktionieren. Später merkte er, dass er in seiner Wahrnehmung eine Probe machen kann, bevor er arbeitet. Dazu kamen die Ausführung und die Kontrolle. Mehr dazu unter Jeden Tag vier Schritte.
Was ihn bis heute antreibt
Seine Forschungsfrage war von Anfang an dieselbe. Er stellt sie so:
«Warum geht es den einen Menschen gut und den anderen schlecht, bei ähnlichen Situationen? Warum bleiben einige Menschen in der Stärke und andere brechen zusammen?»
Rico Brunner
Diese Neugier hat nicht nachgelassen. Jede Fernbehandlung ist für ihn auch ein Stück Weiterbildung. Damit er arbeiten kann, muss er im Moment der Arbeit in seiner Stärke sein. Darum arbeitet er bewusst ruhig und bei sich.
«Das ist für mich eine der Hauptmotivationen, auch Fernbehandlungen zu machen, weil jede Fernbehandlung, die ich mache, ist für mich eine Weiterbildung.»
Rico Brunner
Was ihm bei der Arbeit wichtig ist
Aus seiner Frage und aus der täglichen Arbeit sind Grundsätze gewachsen. Diese sechs zählen für dich als Kundin oder Kunde am meisten.
Sehen, nicht deuten
Das Gehirn will vervollständigen, was es nur zum Teil sieht. Darum übt Rico, hinzuschauen, bis er wirklich sieht.
Dort arbeiten, wo es entsteht
Nicht dort, wo es weh tut, sondern dort, wo die Ursache im Feld liegt.
Die eigene Kraft zuerst
Rico hat nach eigenen Worten noch nie einen Menschen mit zu wenig Energie gesehen. Wohl aber viele, die den Zugang zu ihrer Kraft verloren hatten.
Keine Manipulation
Wer ein Feld in eine Richtung zwingt, löst vielleicht ein Problem und schafft dabei drei neue.
Wenig, am richtigen Ort
So wenig wie möglich, genau dort, wo es nötig ist.
Nicht alles muss sich ändern
Wichtig sind nur die Stellen, die für das ganze Feld eine Rolle spielen.
Für wen er heute arbeitet
Zu Rico kommen Menschen aus ganz verschiedenen Lagen. Manche stecken in einer schweren Zeit und suchen Halt. Manche haben wieder Boden unter den Füssen und wollen, dass er auch bei mehr Druck trägt. Und manche stehen gut da und wollen weiterkommen. Diesen letzten Teil der Arbeit nennt Rico den spannenden. Oft ist ein Mensch in mehreren Lagen zugleich, im Beruf in einer anderen als zu Hause.
Gearbeitet wird bei allen gleich, am ganzen Feld und im Tempo, das es vorgibt. Mehr dazu unter Hilfe, Stabilität, Entwicklung.
Was er noch nicht weiss
Rico forscht weiter. Eine seiner offenen Fragen ist, warum Menschen manchmal Entscheidungen treffen, die ihnen nicht entsprechen, obwohl sie es besser wüssten. Er sagt offen, dass er die Antwort noch nicht kennt. Manche Fragen haben ihn zehn, fünfzehn Jahre gekostet.
Und eine Schwierigkeit begleitet ihn bei jeder Fernbehandlung. Was er sieht, lässt sich nur schwer in Sprache fassen. Die Begriffe auf diesen Seiten sind darum Versuche, eine Wahrnehmung so zu beschreiben, dass du sie nachvollziehen kannst.
«Um die Fernbehandlung zu machen, muss ich Worte finden, die etwas beschreiben, die mit Worten nicht beschreibbar sind.»
Rico Brunner
Fragen, die oft kommen
- Wie hat Rico gemerkt, dass er anders wahrnimmt?
- Mit etwa sechzehn Jahren, als er sich bewusst mit seiner Wahrnehmung beschäftigte. Bis dahin dachte er, alle nähmen so viel wahr wie er.
- Ist das eine Gabe, oder kann man das lernen?
- Für Rico ist es beides: eine starke Begabung, die er über Jahrzehnte geschult hat. Manche Zusammenhänge im Feld hat er erst nach über zwanzig Jahren verstanden.
- Warum arbeitet er jeden Tag und nicht einmal im Monat?
- Weil er beim Beobachten gesehen hat, dass schon ein einzelner Arbeitstag ein Feld überfordern kann. Darum hat er die Abstände Schritt für Schritt verkürzt, bis auf einen Tag. Kleine Schritte überfordern ein Feld am wenigsten.
- Hat er an sich selbst angefangen?
- Ja. Die ersten Felder, die er lange beobachtet hat, waren seine eigenen. Er arbeitet an anderen so, wie er an sich selbst arbeiten würde.
- Warum heisst die Fernbehandlung jetzt The Field?
- Seit Oktober 2026 heisst das Angebot The Field (Fernbehandlung). Später heisst es nur noch The Field. In älteren Aufnahmen nennt Rico es Fernbegleitung. Gemeint ist immer dasselbe.
- Kann ich Rico auch persönlich treffen?
- Ja, in einer persönlichen Sitzung. Sie ist ein eigenes Angebot zum Verstehen und Einordnen und gehört nicht zur Fernbehandlung.
Wie es weitergeht
Seinen ganzen Forschungsweg und sein Leben erzählt Rico im Bereich Forschung unter Mein Forschungsweg und Über mich. Wie er arbeitet und was ihm dabei wichtig ist, steht im Bereich Arbeitsweise. Wie die tägliche Arbeit heute aussieht, beschreibt Die tägliche Fernbehandlung.