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Beobachten statt spüren

Dein Alltag

Was du selbst beobachten kannst, was du tust, wenn es schwerer wird, und wie Pause und Ende gehen.

Woran merkst du, ob sich etwas bewegt, wenn du an einem einzelnen Tag oft nichts spürst? Am Alltag, über längere Zeit, und oft zuerst an dem, was andere bemerken. Diese Seite zeigt, wie du ohne Aufwand beobachten kannst und was du tust, wenn du nichts erkennst.

Dein Alltag · beobachten

Spüren sagt wenig. Vergleichen sagt mehr: dein Zettel vom Anfang, dein Alltag und der Blick von jemandem, der dich kennt.

Das alles ist freiwillig. Rico arbeitet an deinem Feld, ob du etwas aufschreibst oder nicht.

Warum Beobachten mehr sagt als Spüren

Ein grosser Teil der Arbeit liegt ausserhalb dessen, was du wahrnimmst. Das steht ausführlich unter Warum du nicht alles spürst. Rico arbeitet dort, wo die Ursachen liegen, nicht dort, wo sich schnell etwas spüren lässt. Er sagt auch ausdrücklich, worum es nicht geht:

«Das Ziel der Fernbehandlung ist ja nicht, dass ein Mensch merkt, dass ich arbeite»

Rico Brunner

Dazu kommt eine Eigenheit, die in Ricos Modell steht. Was gut funktioniert, fällt nicht auf. Du merkst dein Knie selten, solange es einfach tut, was es soll. Mit einem Feld ist es nach Rico ähnlich.

«Ein gut funktionierendes Energiefeld spürt man nicht.»

Rico Brunner

Der Satz gilt nur in eine Richtung. Dass du wenig spürst, heisst nicht, dass alles funktioniert. Und dass du viel spürst, heisst nicht, dass viel geschieht. Gefühl allein ist darum kein guter Massstab, weder für Rico noch für dich.

Und dann ist da etwas sehr Menschliches. Was nicht mehr schwer ist, vergisst man schnell, oft schon nach wenigen Tagen.

«Und zwar, wenn ich ein Problem habe und das wird gelöst, innerhalb von zwei, drei Tagen, vergesse ich, dass ich dieses Problem gehabt habe.»

Rico Brunner

Rico hält das für richtig, weil man weitergehen muss. Für das Beobachten heisst es aber: Ohne einen Anker vom Anfang hast du nichts, womit du vergleichen kannst.

Dein Anker: drei Sätze am Anfang

Der Anker ist klein. Er ist freiwillig und keine Hausaufgabe.

  • Schreib auf, was dich gerade am meisten beschäftigt. Zwei, drei Sätze reichen.
  • Schreib auf, was dir zurzeit schwerfällt oder was du dir zutrauen möchtest: eine Situation, ein Gespräch, eine Aufgabe.
  • Schreib das Datum dazu und leg den Zettel weg.

Ein Rat, den Rico für das Erkennen von Verhaltensmustern gibt, hilft auch hier: Schreib in der Möglichkeitsform. «Ich glaube, das hat es ausgelöst» lässt Raum. Ein fester Satz klingt wie ein Urteil, und dein Zettel soll eine Beobachtung bleiben.

Nach einigen Wochen liest du ihn wieder. Nicht, um etwas zu beweisen, sondern um zu vergleichen. Manches ist vielleicht noch gleich. Manches ist vielleicht nicht mehr da, und ohne Zettel hättest du es nicht bemerkt. Wenn du bei der Bestellung dein Anliegen aufgeschrieben hast, kann es dein Anker sein.

Dein Zetteldrei Sätze vom AnfangDein AlltagSituationen, die wiederkommenAndere Menschenwas ihnen auffälltDein Vergleichnach einigen WochenRückmeldungan Rico, wenn du willstDeine Entscheidungweiter, pausieren, aufhören

Drei Quellen zum Vergleichen: dein Zettel, dein Alltag und was andere bemerken. Daraus folgen eine Rückmeldung an Rico, wenn du willst, und deine eigene Entscheidung.

Beobachten in drei Quellen. Schematisch: Die Zeichnung zeigt ein Vorgehen, kein Ergebnis.

Andere sehen es oft zuerst

Oft bemerken es andere vor dir. Rico sagt das über Verhaltensmuster ganz allgemein: Man erkennt sie bei sich selbst schlecht, von aussen sieht man sie viel besser.

«… manchmal spüren andere Menschen, dass man ruhiger ist, dass man fokussierter ist, sich besser abgrenzen kann. Und manchmal fällt es einem nicht auf.»

Rico Brunner

Frag darum jemanden, der dich gut kennt. Am besten offen, ohne eine Antwort vorzugeben: «Ist dir in letzter Zeit etwas an mir aufgefallen?» Eine Frage, die schon die Antwort enthält, bringt dir nichts Neues.

Gute Tagesform oder Veränderung?

Ein guter Tag ist ein guter Tag. Was sich im Feld bewegt, zeigt sich nach Rico eher über längere Zeit. Meist daran, dass dir etwas gelingt, ohne dass du dich dazu zwingst. Wenn ein Teil des Feldes funktioniert, nutzt man ihn, ohne darüber nachzudenken.

Eine gute Tagesform

  • kommt und geht mit dem Tag
  • hängt oft an Schlaf, Wetter, Laune
  • du merkst sie sofort

Was sich im Feld bewegt

  • zeigt sich eher über längere Zeit
  • zeigt sich in Situationen, die wiederkommen
  • du merkst es oft erst im Vergleich

Drei Hinweise helfen beim Unterscheiden. Keiner ist ein Beweis.

  • Eine Situation, die dich früher aus der Bahn warf, kommt wieder, und du reagierst mehrmals anders.
  • Du hast es nicht «gemacht». Es ist geschehen.
  • Jemand sagt dir, du wirkst ruhiger oder klarer, ohne dass du davon erzählt hast.

Worauf du je nach Lage achten kannst

Was sich zu beobachten lohnt, hängt davon ab, wo du gerade stehst. Oft stehst du in mehreren Lagen zugleich, dann gilt mehr als eine Zeile.

In einer schweren PhaseWenn dir gerade alles zu viel ist, lass den Zettel weg. Beobachten ist kein Auftrag. Bei Beschwerden gehst du zur Ärztin oder zum Arzt, und was sonst gilt, steht unter Wenn es schwerer wird.
Wenn du halten willstSchau, wie du nach einem schwierigen Tag zurückfindest. Rico fragt im Feld dasselbe: ob es Unerwartetes aus eigener Kraft ausgleicht.
Wenn du weiterkommen willstSchreib auf, was du dir zutrauen möchtest. Später kannst du nachlesen, ob du es angegangen bist und wie.

Wenn du keine Veränderung erkennst

Das kommt vor, und es ist kein Grund, dich zu schämen oder etwas schönzureden. Nichts zu spüren erlaubt allein keine sichere Aussage, weder in die eine noch in die andere Richtung. Rico erzählt offen, dass manche Menschen bei schwierigen Konstellationen lange nichts gemerkt haben, und sagt dazu, dass das nicht bei dir so sein muss.

Statt dich zu beruhigen, hilft ein Vorgehen.

1VergleichenNimm deinen Anker vom Anfang. Lies ihn langsam. Frag jemanden, der dich kennt.
2Zeit einordnenWie lange besteht das, was dich beschäftigt, und wie verflochten ist es? Daran bemisst Rico, wie viel Zeit es braucht.
3NachfragenMelde dich mit dem, was du beobachtet hast, und mit dem, was dich irritiert. Das ist keine Störung.
4EntscheidenOb du weitermachst, pausierst oder aufhörst, entscheidest du. Nichts zu spüren ist kein Grund, automatisch zu verlängern.

Wie lange du dem Ganzen Zeit gibst, kann dir niemand abnehmen. Rico sagt das ohne Umweg:

«Diese Frage kann nur jeder für sich selber beurteilen.»

Rico Brunner

Was mit deinen Beobachtungen geschieht

Deine Beobachtungen lenken nicht, wo Rico in deinem Feld arbeitet. Das liest er im Feld selbst. Trotzdem sind sie wichtig. In seinem Modell bilden deine Rückmeldungen und dein Alltag eine zweite Kontrolle neben seiner Wahrnehmung. Sie zeigen über längere Zeit, ob die Arbeit zu deinem Leben passt. Was eine gute Rückmeldung enthält, steht unter Wenn es schwerer wird.

Fragen, die oft kommen

Muss ich ein Tagebuch führen?
Nein. Drei Sätze am Anfang reichen, und auch die sind freiwillig. Wer gern mehr schreibt, darf. Für Ricos Arbeit macht es keinen Unterschied.
Wann soll ich den Zettel wieder lesen?
Nach einigen Wochen, wenn du daran denkst. Einen festen Termin gibt es nicht. Wichtiger als der Tag ist, dass du langsam liest und ehrlich vergleichst.
Soll ich Rico schreiben, was mir auffällt?
Wenn du willst, ja, per E-Mail an [email protected]. Auch das, was dich irritiert oder was nicht zu diesen Seiten passt, ist nützlich.
Was ist, wenn ich etwas bemerke, das mir Sorgen macht?
Dann wartest du nicht auf den nächsten Vergleich. Bei Beschwerden gehst du zur Ärztin oder zum Arzt, in einer Notlage rufst du 144 an. Was sonst gilt, steht unter Wenn es schwerer wird.

Wie es weitergeht

Was du tust, wenn es dir schlechter geht, steht unter Wenn es schwerer wird. Wie Pause und Ende gehen, steht unter Dauer, Pause und Ende. Warum Spüren so wenig verrät, erklärt Warum du nicht alles spürst.

Die Arbeit von Rico Brunner ist eine Ergänzung und kein Ersatz für eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung, Diagnose oder Behandlung. Sie ist keine medizinische Heilbehandlung im Sinne des Heilmittelgesetzes; es werden weder Heilmittel abgegeben noch Heilerfolge versprochen. Energyology ist ein Erfahrungsmodell.
Bei akuter Gefahr: Notruf 144. Die Dargebotene Hand: 143, rund um die Uhr, kostenlos. Für Kinder und Jugendliche: 147.
Kennung beobachten · Version 1.0 · 23.10.2026