Die Energiefeldanalyse · was gelesen wird
Aufbau, Funktionen, Wechselwirkungen, Zustand und Mechanismen. Fünf Fragen an ein Feld.
Die Ebenen stammen aus Energyology, dem Modell, in dem Rico seine Beobachtungen seit 1998 ordnet. Es ist ein Erfahrungsmodell, kein wissenschaftlich geprüftes Verfahren.
Wie man ein Feld anschauen kann
Ein Energiefeld lässt sich mit einem Uhrwerk vergleichen. Viele Zahnräder greifen ineinander. Wenn alle gut laufen, zeigt die Uhr die richtige Zeit. Ob eine Uhr stimmt, sieht man am Zifferblatt. Warum sie nicht stimmt, sieht man nur im Werk.
Genau dort schaut Rico hin. Er beobachtet auf der Ebene, auf der das Feld funktioniert, nicht auf der Ebene, auf der du es erlebst. Was er nicht sehen kann, sagt er offen: wo jemand gerade ist und in welcher Lebenssituation.
«Ich muss nicht das beurteilen, was funktioniert, sondern ich muss das beurteilen, was nicht funktioniert.»
Rico Brunner
Ein Feld im Einzelnen zu beschreiben, würde nie fertig. Darum sucht Rico die Stellen, die nicht laufen. Er erzählt dazu gern von den Ferien bei seinen Grosseltern in den Bergen. Gämsen in einer Felswand sieht man erst, wenn man gelernt hat, wie man schauen muss. Dann springen sie einem ins Auge, so wie einer geübten Häklerin ein Fehler in der Masche innerhalb einer Sekunde auffällt.
Die fünf Ebenen
Was Rico in einem Feld liest, ordnet er in fünf Ebenen. Jede beantwortet eine eigene Frage. Eine Energiefeldanalyse greift die Ebenen auf, die für die zwei bis vier wichtigsten Punkte gerade zählen. Nicht jede Analyse spricht alle fünf an.
Aufbau
Woraus besteht dein Feld?
Ein Feld besteht aus vielen Einheiten, die alle gleich gebaut sind: Jede hat alle Funktionen. Sie ziehen sich an, ohne ineinander aufzugehen. Zusammen bilden sie Verbünde, Knotenpunkte und Bereiche. Rico nennt das Ganze «ein System, das wachsen und schrumpfen kann».
Funktionen
Was kann dein Feld?
Funktionen hat jede Einheit von Anfang an. Fähigkeiten dagegen werden gelernt. Zu den Funktionen gehören Stabilität, Spannkraft und die Fähigkeit, Gelerntes am richtigen Ort anzuwenden. Ein Feld «hat eine Intelligenz und sie erkennt, wo sie wie sein muss», sagt Rico.
Wechselwirkungen
Wie wirken die Teile aufeinander?
Information wird im Feld nicht von einer Stelle aus verteilt. Jede Einheit bezieht, was sie braucht, und es wirkt von allen Seiten. Die Wechselwirkungen halten das Feld in Spannung. In Ricos Worten: «Die Wechselwirkung orchestriert die Spannung.»
Zustand
Wo steht dein Feld gerade?
Rico unterscheidet drei Bereiche: Hilfe, Stabilität und Entwicklung. Ein Feld steht nicht als Ganzes in einem Bereich. Jeder Teil hat seinen eigenen Stand, und der Zustand des Ganzen ist nicht der Durchschnitt der Teile. Ein Zustand ist nach Rico «meist unter Druck sichtbar».
Mechanismen
Wie reagiert dein Feld auf eine Anforderung?
Hier geht es um Abläufe: was geschieht, wenn eine Anforderung auf dein Feld trifft. Rico hat diese Kernlogik bestätigt. Sie steht im nächsten Abschnitt als Zeichnung.
Aus Stabilität, Spannkraft, den vorhandenen Funktionen und den Wechselwirkungen ergibt sich die Tragkraft: wie viel dein Feld gerade tragen kann. Sie ist keine feste Grösse. Nach Rico wächst sie von Natur aus. Sie hört nur auf zu wachsen, wenn das Feld nicht gut funktioniert.
Was geschieht, wenn eine Anforderung kommt
Jeder Tag stellt Anforderungen: ein Gespräch, eine Aufgabe, eine Nachricht, eine Veränderung. Was das Feld damit macht, hängt davon ab, ob die Anforderung zu seiner Tragkraft passt. Rico hat den Ablauf so bestätigt: Ist eine Anforderung tragbar, entwickelt sich das Feld. Ist sie zu gross, gleicht es aus, bis zu einer Grenze. Ab einem Kipppunkt entsteht eine Störung, die sich selbst erhalten kann.
Wichtig daran ist die gestrichelte Linie. Eine tragbare Anforderung ist nichts, was man vermeiden müsste. Sie ist der Stoff, an dem ein Feld wächst. Zu viel auf einmal dagegen lässt es ausgleichen, und Ausgleichen kostet Kraft, die dann für die Entwicklung fehlt. Darum achtet Rico in der Fernbehandlung so genau auf den Druck. Mehr dazu unter Druck, Stärke und der Spielraum.
Was Rico liest und was er nicht annimmt
Lesen heisst für Rico: sehen, was da ist. Er hält die grösste Gefahr in seiner Arbeit für die Annahme. Wer etwas annimmt, sieht, was er erwartet. Darum unterscheidet er streng. Was er sieht, beschreibt er. Was er nicht sieht, nennt er so und spekuliert nicht.
«Die grösste Gefahr im energetischen Arbeiten ist, dass man Annahmen trifft.»
Rico Brunner
Darum kommen in einer Energiefeldanalyse keine Vermutungen über dein Leben vor. Auch eine verletzte Stelle im Feld bekommt nicht automatisch einen Platz. Manche Stellen haben nach Rico keinen Einfluss auf das Leben, weil sie nicht an einer wichtigen Position liegen. Beschrieben wird, was jetzt zählt.
Drei Lagen in einem Feld
Die vierte Ebene, der Zustand, ist für viele die überraschendste. Ein Mensch steht nicht einfach «gut» oder «schlecht» da. Rico beschreibt es so:
«Ein Mensch kann zum Beispiel privat im Hilfestream sein. Auf der Beziehungsebene im Stabilitätsstream. Im Business im Entwicklungsstream.»
Rico Brunner
Darum ist die Analyse kein Urteil über dich. Sie zeigt, wo welcher Teil gerade steht. Wer in einer schweren Phase ist, findet darin genauso eine Beschreibung wie jemand, der gut dasteht und weiterkommen will. Mehr zu den drei Lagen unter Hilfe, Stabilität, Entwicklung.
Wie es weitergeht
Wie eine Analyse entsteht und wo sie im Tag steht, beschreibt Wie eine Energiefeldanalyse entsteht. Wie Rico dein Feld überhaupt findet, steht unter Wie Rico dein Feld findet und liest.