Das Energiefeld verstehen · die Wahrnehmung
Du nimmst nur einen Teil deines Energiefeldes wahr. Gearbeitet wird dort, wo die Ursachen liegen, und das ist oft ausserhalb dieses Teils.
Darum sagt das Spüren an einem einzelnen Tag wenig darüber, ob und wo gearbeitet wird.
Wie beim Sichtfeld deiner Augen
Deine Augen sehen nach vorne. Was hinter dir geschieht, siehst du nicht, und trotzdem geschieht es. So beschreibt Rico auch dein Energiefeld: Du nimmst nur einen Teil davon wahr.
«Der Wahrnehmungsbereich, den wir haben, ist kleiner als unser ganzes System. Das ist wie mit dem Sichtbereich der Augen zu vergleichen.»
Rico Brunner
Wie weit dieses Sichtfeld reicht, bleibt nicht immer gleich. Es verschiebt sich je nachdem, worauf du achtest. Eine neue Aufgabe, eine neue Beziehung, andere Prioritäten lenken den Blick woandershin. Eines bleibt nach Rico aber gleich:
«Aber was ich nie sehe, ist das, was hinter mir ist.»
Rico Brunner
Der Eisberg: was über und was unter dem Wasser liegt
Rico benutzt für dasselbe auch das Bild eines Eisbergs. Über dem Wasser liegt der Teil, den du erlebst und spürst. Darunter liegt der grössere Teil, den du nicht erlebst. Nach seiner Schätzung liegen so 80 Prozent deines Feldes ausserhalb dessen, was du wahrnimmst, und das ist bei jedem Menschen unterschiedlich.
«Wenn ich am bewussten Teil arbeite, wirkt es sich sofort aus im Energiefeld. Man merkt gerade die Veränderung. Wenn ich am unbewussten Teil arbeite, merkt man die Veränderung nicht direkt, sondern man merkt sie erst viel später.»
Rico Brunner
Spürbar wird eine Veränderung im unbewussten Teil oft erst, wenn sie bis in den Bereich reicht, den du wahrnimmst. Wie lange das dauert, ist bei jedem Menschen anders und lässt sich nicht planen.
Wo gearbeitet wird und warum dort
Rico könnte dort arbeiten, wo du schnell etwas merkst. Er tut es bewusst nicht. Er arbeitet dort, wo er die Ursachen sieht.
«grundsätzlich ist es wichtig, dass man da arbeitet, wo die Ursachen sind, wo das Energiefeld die Unterstützung braucht und nicht da, wo eine Veränderung schnell spürbar ist.»
Rico Brunner
Das hat einen Grund, der über die Fernbehandlung hinausgeht. Rico beobachtet, dass viele Menschen nicht weiterkommen, weil sie die Ursache immer im Bereich suchen, den sie wahrnehmen. Dort tut sich manchmal viel, und am Ende bleibt es doch gleich. Mehr dazu steht auf der Seite Warum Mühe allein nicht reicht.
Du spürst dein Feld längst, nur fällt es dir nicht auf
Viele glauben, sie spürten ihr Energiefeld gar nicht. Nach Rico spürt jeder Mensch seine eigene Energie. Die meisten bemerken es nur nicht, weil sie das, was sie spüren, für normal halten.
«Und die meisten Menschen denken, wenn man die eigene Energie spüren will, muss man etwas zusätzliches spüren. Man muss etwas mehr spüren und das ist ein Trugschluss.»
Rico Brunner
Dazu kommt eine Regel, die zunächst verkehrt klingt. Was gut funktioniert, fällt kaum auf. Rico beschreibt es so: Intensiv nimmt man seine Wahrnehmung vor allem dann wahr, wenn zu wenig Stabilität da ist. Wo viel Stabilität ist, wirkt die Wahrnehmung unspektakulär, weil das System alles verarbeiten kann.
Auch mehr spüren ist darum nicht besser. Wer mehr von sich wahrnimmt, als er verarbeiten kann, wird davon nach Rico eher überfordert. Darum arbeitet er still. Viele Menschen merken deshalb an einem einzelnen Tag nichts.
Warum Spüren kein guter Massstab ist
Die Fernbehandlung ist nicht dafür gemacht, dass du etwas spürst. Rico sagt das ohne Umschweife:
«Das Ziel der Fernbehandlung ist ja nicht, dass ein Mensch merkt, dass ich arbeite»
Rico Brunner
Dazu kommt etwas Menschliches. Was nicht mehr schwer ist, verschwindet schnell aus dem Gedächtnis. Rico beobachtet, dass Menschen nach zwei, drei Tagen oft nicht mehr wissen, dass etwas einmal schwer war. Das Feld und das Leben sind nach seiner Beschreibung auf Weitergehen ausgerichtet. Darum lohnt es sich, zu Beginn aufzuschreiben, womit du anfängst. Dein Anliegen ist dafür da, als Notiz für dich.
Rico vergleicht die erste Zeit mit dem Sparen. Wer anfängt, Geld zur Seite zu legen, hat noch kein Vermögen, obwohl er spart. Und wenn du dich fragst, ob du etwas falsch machst, weil du nichts merkst: In der Regel nicht.
Wichtig
Nichts zu spüren heisst nicht, dass nichts geschieht. Es ist aber auch kein Beweis dafür, dass etwas geschieht. Ob sich in deinem Feld etwas bewegt, sieht Rico im Feld, nicht an deinem Gefühl. Wenn du unsicher bist, frag nach.
Was du stattdessen tun kannst
Nicht warten, sondern beobachten. Wie das ohne Aufwand geht, steht auf der Seite Beobachten statt spüren. Der Blick auf den Alltag sagt mehr als das Gefühl eines einzelnen Tages.
Wenn gerade vieles schwer ist, kann es entlasten zu wissen, dass ein ruhiger Tag ohne Gefühl kein verlorener Tag ist. Wenn es gut läuft und du das halten willst, ist es normal, dass du wenig merkst, weil Funktionierendes nicht auffällt. Und wenn du dich weiterentwickeln willst, zeigt sich vieles zuerst im Alltag, in dem, was du tust, und nicht in einem Gefühl.
Fragen, die oft kommen
- Mache ich etwas falsch, wenn ich nichts spüre?
- In der Regel nicht. Gearbeitet wird meist dort, wo du nichts spürst. Du musst dafür nichts tun und nichts fühlen.
- Soll ich lernen, mehr zu spüren?
- Nein. Mehr zu spüren, als du verarbeiten kannst, überfordert eher. Nach Rico wirkt eine Wahrnehmung, die gut funktioniert, unspektakulär.
- Heisst nichts spüren, dass nichts geschieht?
- Nein, aber auch nicht das Gegenteil. Ob sich etwas bewegt, zeigt sich im Feld, nicht am Gefühl eines Tages. Frag nach, wenn du unsicher bist.
- Was, wenn ich sofort etwas merke?
- Das kann vorkommen, wenn an einem Teil gearbeitet wird, den du wahrnimmst. Dann ist eine Veränderung nach Rico sofort spürbar. Es ist kein besseres und kein schlechteres Zeichen.
- Spürt Rico, was ich spüre?
- Nein. Er liest dein Feld, nicht dein Erleben. Wie er dabei vorgeht, steht unter Wie Rico dein Feld findet und liest.
Wie es weitergeht
Was Rico überhaupt sieht, wenn er dein Feld liest, erklärt Wie Rico dein Feld findet und liest. Wie ein Feld verletzt sein kann, beschreibt Wie ein Feld verletzt sein kann.