Teil 3 von 4 · freiwillig und kostenlos
Gleich viel Arbeit, anders verteilt: An einem Tagesfokus achtet Rico mehr auf den Druck in deinem Feld und etwas weniger auf die Ursachen.
Ein Werkzeug für dich, wenn du weisst, dass eine anstrengende Zeit kommt. Du entscheidest, wann du es nutzt.
Was er ändert
Die Verteilung der Arbeit an einem Tag. Nicht ihre Menge.
Voraussetzung
Eine laufende Fernbehandlung. Allein gibt es ihn nicht.
Kosten
Kein Geld. Etwas Tempo, mehr dazu unten.
Wie oft
So oft du ihn brauchst.
Wann wählen
Bei grossen Herausforderungen zwei, drei Tage vorher. Bei kleineren am Tag selbst.
Wie
Im Kundenportal, für einen oder mehrere Tage. Ein Stichwort ist freiwillig.
Was an einem Tagesfokus anders ist
Was macht Rico an einem gewöhnlichen Tag? Er arbeitet vor allem an den Ursachen in deinem Feld, also dort, wo etwas entsteht. Den Druck, den du gerade trägst, behält er dabei im Blick und nimmt so viel davon weg, wie dein Feld braucht, damit es weiterarbeiten kann.
An einem Tagesfokus verschiebt er das Gewicht. Er achtet etwas mehr auf den Druck und etwas weniger auf die Ursachen. Er arbeitet dabei nicht an einzelnen Symptomen, sondern an der Überforderung im ganzen Feld.
«Ich arbeite an einem Fokustag genau gleich viel, wie an einem normalen Field-Tag.»
Rico Brunner
Ein gewöhnlicher Tag
Der Schwerpunkt liegt bei den Ursachen. Den Druck regelt Rico nebenbei, so weit es nötig ist. Er nennt das passiv.
Ein Tag mit Tagesfokus
Der Druck bekommt mehr Aufmerksamkeit. Rico regelt ihn aktiv. Die Arbeit an den Ursachen läuft weiter, mit etwas weniger Gewicht.
Rico sagt dazu, warum er den Druck überhaupt regelt. Er beruhigt nicht, damit alles still ist. Er stabilisiert, damit an den Ursachen weitergearbeitet werden kann.
«Ich stabilisiere, damit ich an den Ursachen arbeiten kann und nicht damit die Symptome ruhig sind. Darum ist es nachhaltig.»
Rico Brunner
Wie viel sich dabei verschiebt und warum das nicht bei jedem Feld gleich ist, steht mit Zeichnungen unter Wie sich die Arbeit an einem Tag verteilt.
Was er kostet: kein Geld, aber etwas Tempo
Der Tagesfokus kostet nichts. Du kannst ihn während einer laufenden Fernbehandlung so oft wählen, wie du ihn brauchst.
Einen Preis hat er trotzdem, und Rico sagt ihn offen: Zeit. Die Arbeit an den Ursachen fällt an einem Tagesfokus nicht weg. Sie kommt später. Er spricht von einer Zeitverzögerung, nicht von einer inhaltlichen.
«Die Fernbehandlung läuft eigentlich, wenn man keinen Tagesfokus bucht, optimaler.»
Rico Brunner
Darum wählt Rico ihn nie von sich aus. Wie viel dir ein Tag mit mehr Aufmerksamkeit für den Druck wert ist, wägt jeder Mensch anders ab. Darum entscheidest du.
Wann ein Tagesfokus sinnvoll sein kann
Ein Tagesfokus ist für Tage gedacht, von denen du vorher weisst, dass sie viel verlangen. Anlässe sind zum Beispiel:
- eine Prüfung oder eine Prüfungswoche
- ein wichtiges oder schwieriges Gespräch
- eine Reise, vor der dir bange ist
- ein Umzug, ein Fest, ein Abschied
- eine Zeit, in der vieles zusammenkommt
Bei grossen Herausforderungen empfiehlt Rico, den Tagesfokus schon zwei, drei Tage vorher zu wählen. Bei kleineren reicht der Tag selbst.
Vor allem am Anfang der Fernbehandlung sind viele froh um diese Möglichkeit. Später wählen sie ihn nach Ricos Erfahrung seltener. Gedacht ist er aber nicht nur für schwere Phasen. Wer gut dasteht und sich auf eine grosse Aufgabe vorbereitet, etwa auf eine Prüfungswoche, kann ihn genauso wählen.
Wenn du keinen wählst
Dann ist das kein Versäumnis. Rico behält den Druck an jedem Tag im Blick. Ist ein Feld sehr überfordert, nimmt er auch ohne Tagesfokus einen grossen Teil seiner Arbeit für den Druck, weil sich sonst an den Ursachen nichts bewegen kann.
Der Tagesfokus ist also kein Notfallknopf. Er ist eine Wahl, die Arbeit an einem bestimmten Tag etwas anders zu gewichten.
Wichtig
Ein Tagesfokus ersetzt keine ärztliche oder psychologische Abklärung. Geht es dir anhaltend schlechter, steht unter Wenn es schwerer wird, was du tun kannst. Bei akuter Gefahr: Notruf 144, Die Dargebotene Hand 143.
Wie du ihn wählst
Du wählst den Tagesfokus im Kundenportal, für den Tag oder die Tage, die du brauchst. Ein Stichwort, worum es geht, kannst du dazuschreiben. Nötig ist es nicht: Was Rico für den Tagesfokus braucht, sieht er in deinem Feld. Auch an einem Tagesfokus leiten ihn die genannten Symptome nicht. Er schaut, was im Feld wirklich Überforderung auslöst.
Fragen, die oft kommen
- Spüre ich den Tagesfokus?
- Das lässt sich nicht vorhersagen. Ein grosser Teil der Arbeit liegt ausserhalb dessen, was du wahrnimmst. Mehr dazu unter Warum du nicht alles spürst.
- Kann ich jeden Tag einen Tagesfokus wählen?
- Du kannst ihn so oft wählen, wie du willst. Bedenke dabei den Preis: Jeder Tagesfokus verschiebt Arbeit an den Ursachen nach hinten. Bei einem Feld, das sehr überfordert ist, ist der Spielraum ausserdem kleiner, weil dort die Ursachen besonders wichtig sind.
- Arbeitet Rico an einem Tagesfokus an meinem Thema?
- Nein. Er arbeitet am Druck im ganzen Feld, nicht an einem einzelnen Thema oder Symptom. Was du aufschreibst, nimmt er ernst, es lenkt aber seine Arbeit nicht.
- Ist ein Tagesfokus dasselbe wie eine Sitzung?
- Nein. Er gehört zur Fernbehandlung und läuft still, ohne Termin und ohne Gespräch. Eine persönliche Sitzung ist ein eigenes Angebot.
Wie es weitergeht
Warum ein Feld unter zu viel Druck stillsteht, erklärt Druck, Stärke und der Spielraum. Wie sich die Arbeit an einem Tag verteilt, zeigt Wie sich die Arbeit an einem Tag verteilt.