Der Tagesfokus · die Verteilung
Wie viel Druck gelöst werden muss, gibt das Feld vor, nicht der Wunsch. Ein Tagesfokus verschiebt die Verteilung in einem Spielraum von 10, 15, 20 Prozent.
Alle Zahlen hier sind Erfahrungswerte von Rico, keine Messungen. Er nennt sie, damit du dir die Grössenordnung vorstellen kannst.
Zwei Arten von Arbeit an einem Tag
An jedem Tag der Fernbehandlung teilt sich Ricos Arbeit in zwei Teile. Der grössere Teil geht an die Ursachen: Rico stärkt dort, wo im Feld etwas entsteht. Der kleinere Teil geht an den Druck: Er nimmt so viel davon weg, dass sich das Feld bewegen kann.
Erfahrungswerte von Rico Brunner, keine Messungen. Bei einer Spanne zeigt der Kreis ungefähr die Mitte. Die Spannen ergeben nicht immer genau 100 Prozent; sie stehen hier so, wie Rico sie nennt.
Wenn ein Feld sehr überfordert ist
Nicht jedes Feld beginnt bei 90 zu 10. Ist ein Feld so überfordert, dass es sich gar nicht bewegen kann, muss Rico zuerst mehr Druck wegnehmen. Sonst würde ihn die Arbeit an den Ursachen noch mehr überfordern. Das macht er auch ohne Tagesfokus. Wählt ein solcher Mensch einen Tagesfokus, ist der Spielraum klein.
Beispiele aus Ricos Beschreibung, keine Messungen.
Warum hier nur fünf Prozent? Bei einem Feld mit vielen Verletzungen, viel Überforderung und vielen Funktionen, die nicht laufen, ist es umso wichtiger, dass an den Ursachen weitergearbeitet wird. Ein grösserer Spielraum würde mehr kosten, als er bringt.
Wenn ein Feld trägt
Umgekehrt ist es bei einem Feld, das gut funktioniert. Dort hat Rico viel Spielraum. Ein Beispiel: Die Arbeit geht gut voran, und jemand wählt zwei oder drei Tagesfokus hintereinander. Dann kann Rico an diesen Tagen auch einmal 60 Prozent für den Druck verwenden und 40 für die Ursachen. Vorher hat er an den Ursachen vielleicht 90 Prozent gearbeitet. Das hat im ganzen Ablauf Platz.
Rico gibt dafür ein Beispiel aus der Entwicklung. Steht jemand gut da und hat eine Prüfungswoche vor sich, kann Rico eine Woche lang vor allem den Druck regeln. Das schadet dem Feld nach seiner Erfahrung nicht, weil die Funktionen funktionieren. Bei einem Feld, das ohnehin nicht trägt, wäre dasselbe ein Fehler: Wer dort nur auf den Druck schaut, schadet ihm.
Später, nicht weniger
Was geschieht mit der Arbeit an den Ursachen, die an einem Tagesfokus zu kurz kommt? Sie fällt nicht weg. Sie kommt später. Rico spricht von einer Zeitverzögerung, nicht von einer inhaltlichen.
Darum läuft die Fernbehandlung ohne Tagesfokus nach Rico etwas günstiger für die Entwicklung deines Feldes. Mit Tagesfokus geht an einem bestimmten Tag mehr Arbeit an den Druck. Was dir wichtiger ist, entscheidest du. Rico hält beides für sinnvoll, je nach Situation.
Warum das kein Urteil über dich ist
Die Beispiele oben sprechen von Feldern, die tragen, und von Feldern, die überfordert sind. Ein Mensch ist dabei nie nur das eine. Jeder Teil eines Feldes steht auf seiner eigenen Stufe.
«Ein Mensch kann zum Beispiel privat im Hilfestream sein. Auf der Beziehungsebene im Stabilitätsstream. Im Business im Entwicklungsstream.»
Rico Brunner
Darum kann derselbe Tagesfokus bei dir in einem Bereich wenig Spielraum haben und in einem anderen viel. Rico sieht das im Feld und verteilt danach. Du musst es nicht wissen und nicht einschätzen.
Wie es weitergeht
Warum die Ursachen immer den grösseren Teil bekommen, erklärt Druck, Stärke und der Spielraum. Wie du einen Tagesfokus wählst, steht unter Der Tagesfokus.