Heilen lernen · Was du lernst
Was der Name des Workshops meint
Das Wort im Namen klingt gross. Gemeint ist etwas Nüchternes. Dein System arbeitet von selbst, und ein grosser Teil des Lernens besteht darin, ihm nicht im Weg zu stehen.
Heilen lernen · was der Name meint
Das Wort im Namen klingt gross. Ich meine damit etwas Nüchternes: Dein System arbeitet von selbst.
Ein grosser Teil dessen, was du in diesem Workshop lernst, ist darum Weglassen. Nicht eingreifen, nicht antreiben, nicht jedes Problem einzeln bearbeiten. Und für andere da sein, ohne dir dabei zu schaden.
Ein nüchternes Wort für einen nüchternen Vorgang
Der Workshop heisst seit Jahren so, und der Name bleibt. Wer ihn hört, denkt oft an etwas Grosses, an Erlösung oder an ein besonderes Erlebnis. Das meine ich nicht. Ich meine einen Vorgang, der in jedem Menschen ständig abläuft: Dein Energiefeld gleicht aus, was es aus dem Gleichgewicht bringt. Manchmal heisst das, zu einer Funktion zurückzufinden. Oft heisst es, einen neuen Weg zu finden. Darum gehört Entwicklung für mich immer dazu.
Was der Körper braucht, gehört zur Medizin. In diesem Workshop geht es um das Energiefeld. Beides kann aufeinander wirken, ist aber nicht dasselbe.
Dein System arbeitet von selbst
Dein Energiefeld funktioniert vollautomatisch. Es verarbeitet Reize schneller, als du denken kannst. Du kennst das vom Körper: Niemand befiehlt seinem Puls, um dreissig Prozent zu sinken. Versuchte es jemand, würde er seinen Körper eher durcheinanderbringen als beruhigen.
Ricos Wortlaut
Darum ist das Wichtigste, dass wir in unsere eigenen Prozesse nicht eingreifen.
Rico Brunner, Workshop
Mit dem Energiefeld ist es gleich. Je mehr du bestimmen willst, wie es zu sein hat, desto mehr blockierst du seine natürliche Reaktionsfähigkeit. Darum besteht ein grosser Teil des Lernens darin, deinem eigenen System nicht im Weg zu stehen. Das klingt nach wenig. In der Übung ist es das Schwierigste, weil fast alle Menschen gelernt haben, etwas zu tun.
Zwei Wege, mit Problemen umzugehen
Es gibt zwei Arten, an Probleme heranzugehen. Die erste sammelt alles, was nicht gut ist, und arbeitet es ab, eines nach dem anderen. Die zweite schaut, dass das System funktioniert. Dann muss sie sich nicht um jedes Problem einzeln kümmern.
Problem für Problem
- jedes Problem wird einzeln angeschaut
- ist eines weg, zeigt sich das nächste
- die Ursache dahinter bleibt, wo sie ist
Das System stärken
- gesucht wird, warum das System nicht funktioniert
- gearbeitet wird an wenigen Stellen
- was das System selbst kann, macht es selbst
Ich gehe den zweiten Weg. Der Grund liegt in dem, was ich in Energiefeldern sehe. In der Regel finde ich ein bis höchstens drei Ursachen. Auf sie gehen etwa neunzig Prozent der Probleme zurück. Aus ihnen entstehen sehr viele Symptome, und die meisten Ansätze setzen bei diesen Symptomen an.
Ich bin ein Freund von Effizienz und von Abkürzungen. Trotzdem halte ich meinen Weg nicht für den einzig richtigen.
Ricos Wortlaut
Von mir aus kann jeder diesen Weg gehen. Ich sage nicht, dass ich recht habe. Das ist nur meine Erfahrung.
Rico Brunner, Workshop
Probleme gibt es jeden Tag
Niemand lebt ohne Probleme. Jeden Tag kommt etwas, das dich fordert, im Beruf, in der Familie, in dir selbst. Entscheidend ist, wie viel dein System tragen kann.
Darum halte ich es für das einzig Nachhaltige, das System zu stärken. Wer sich nur um die Probleme kümmert, kann den ganzen Tag über Probleme sprechen. Auf der seelischen und emotionalen Ebene ist dabei viel möglich. Was den Körper betrifft, sind die Möglichkeiten begrenzt.
Ricos Wortlaut
Probleme haben wir jeden Tag. Herausforderungen haben wir jeden Tag.
Rico Brunner, Workshop
Nicht alles muss bearbeitet werden
Jeder Mensch trägt Verletzungen aus seiner Kindheit und aus seinem Leben mit sich. Die Frage ist nicht, wie schlimm etwas war. Die Frage ist, ob es dein Leben heute beeinträchtigt. Wenn ja, lohnt es sich, hinzuschauen. Wenn nein, darf es bleiben, wo es ist.
Das kann entlasten. Wer alles aufarbeiten will, was je geschehen ist, braucht dafür sein ganzes erwachsenes Leben und kommt nicht mehr zum Leben selbst.
Ricos Wortlaut
Grundsätzlich ist es wichtig, dass man sich auf die Gegenwart konzentriert und nicht auf die Vergangenheit. Wenn man sich auf die Vergangenheit konzentriert, dann lebt man in der Vergangenheit.
Rico Brunner
Wer genug Tragkraft hat, kann mit Verletzungen leben, weil sie ihn nicht mehr bestimmen. Er kümmert sich um das, was ihn heute behindert, und lässt den Rest ruhen.
Das Kleine im Alltag
Mit dem Wort im Namen meine ich auch sehr Alltägliches. Du hattest einen schweren Tag, jemand hat etwas gesagt, das dich getroffen hat. Am Abend sitzt du mit einer Freundin zusammen. Sie gibt dir nichts und macht nichts mit dir. Sie ist einfach da.
Dasselbe kennst du von einer Mutter, die ihr weinendes Kind in den Arm nimmt. Sie überträgt keine Energie und hat keine Technik. Sie ist für das Kind da. Das ist die älteste Form dessen, was wir im Workshop üben, und sie geschieht meistens unbewusst. Im Workshop machst du sie dir bewusst. Wie sie sich von anderen Formen unterscheidet, steht unter Drei Arten, mit Energie zu helfen.
Was das für den Workshop heisst
Wer lernen will, für andere da zu sein, lernt zuerst, weniger zu tun. Er lernt, bei sich zu bleiben, nicht einzugreifen und nichts zu geben. So kommt er selbst dabei nicht zu Schaden. Wer in einer schweren Phase steckt, übt damit, im eigenen Alltag weniger gegen sich zu arbeiten. Wer halten will, was er aufgebaut hat, übt, es nicht mit zu viel Tun zu überdecken. Und wer sich weiterentwickeln will, übt die Grundlage für alles, was später kommt.
Wie das im Raum aussieht, steht unter Handauflegen, ohne Energie zu übertragen. Warum ein überfordertes System zuerst Ruhe braucht, steht unter Warum zuerst die Ruhe kommt.
Fragen, die oft kommen
- Verspricht der Name, dass es mir danach besser geht?
- Nein. Der Name ist alt und beschreibt einen Vorgang, kein Ergebnis. Im Workshop lernst du, wie dieser Vorgang funktioniert und wie du ihm nicht im Weg stehst. Was dein Körper braucht, gehört zur Medizin.
- Muss ich alles aufarbeiten, was mir passiert ist?
- Nein. Wichtig ist, was dein Leben heute beeinträchtigt. Vieles darf im Hintergrund bleiben. Mehr unter Darf ich verdrängen? Muss ich vergeben?.
- Arbeite ich im Workshop an meinen eigenen Problemen?
- Du übst die Grundlage. Über deine persönliche Lage sprechen wir dort nicht im Einzelnen. In den Fragerunden ist Platz für alles, was du verstehen willst.
- Warum soll weniger tun mehr bringen?
- Weil dein Energiefeld von selbst arbeitet. Wer eingreift, stört diesen Ablauf eher, als dass er ihn unterstützt. Mehr unter Warum zuerst die Ruhe kommt.