Heilen lernen · Was du lernst

Drei Arten, mit Energie zu helfen

Die eigene Kraft geben, Energie von aussen holen oder da sein, ohne etwas zu geben. Im Workshop übst du die dritte Art, und hier steht, warum.

Heilen lernen · drei Arten

Wer helfen will, denkt zuerst ans Geben. Ich gebe keine Energie. Ich schaue, warum die Energie des anderen gerade nicht funktioniert.

Es gibt drei Arten, mit Energie für einen Menschen da zu sein. Zwei davon geben etwas hinein. Die dritte gibt nichts und lässt den anderen seine eigene Kraft finden. Diese dritte übst du im Workshop.

3 Artenmit Energie zu helfen
1 davonwird im Workshop geübt
nichtsgeht vom einen Feld ins andere
3 bis 5 %Fremdenergie trägt jedes Feld ohne Mühe

Wer helfen will, denkt zuerst ans Geben

Auch ich habe früher anders gearbeitet als heute, mit Energie, die ich weitergab. Irgendwann habe ich gemerkt, dass es nicht mehr stimmte. Danach habe ich lange nur beobachtet und erst wieder gearbeitet, als ich verstanden hatte, was geschieht. Aus diesem Beobachten stammt die Einteilung in drei Arten. Ich habe sie in zwei Interviews unabhängig voneinander gleich beschrieben.

Warum es schwächt, die eigene Kraft zu geben

Bei der ersten Art nimmt der Helfer seine eigene Lebenskraft und gibt sie einem anderen Menschen. Das kostet ihn etwas. Wer es oft tut, verliert an Kraft und wird mit der Zeit selbst schwächer. Für mich ergibt das keinen Sinn.

Ricos Wortlaut

Das macht für mich keinen Sinn, Menschen zu helfen und selber in Probleme dadurch zu kommen.

Rico Brunner

Auch für den Menschen, der die Energie bekommt, ist es nicht ideal. Was er bekommt, ist nicht seine eigene Energie.

Ricos Wortlaut

Derjenige, der Energie empfängt, empfängt Energie von einem Menschen, was nicht seine eigene Energie ist, obwohl sie gut gemeint ist. Diese Energie hilft kurzfristig, kann aber nicht 100% richtig verarbeitet werden.

Rico Brunner

Was geschieht, wenn die Energie von aussen kommt

Bei der zweiten Art gibt der Helfer nicht seine eigene Kraft. Er holt Energie von irgendwoher und leitet sie weiter. Dafür gibt es viele Techniken. Der Helfer verliert dabei nichts. Für den Menschen, der sie empfängt, bleibt es aber fremde Energie. Sie stärkt ihn eine Weile. Ist sie aufgebraucht, ist sie nicht mehr da.

Wie du da bist, ohne etwas zu geben

Die dritte Art ist die, mit der ich arbeite. Ich gebe keine Energie von mir. Ich schaue, warum die Energie des anderen gerade nicht funktioniert, und bin für ihn da. Was geschieht, geschieht in seinem eigenen Feld, mit seiner eigenen Kraft.

Das Bild dazu kennst du aus dem Alltag:

Ricos Wortlaut

Das kann man sich so vorstellen, wie wenn man selbst einen unglaublichen Lachkrampf bekommt, aus dem Herzen heraus laut lacht und man beginnt, mit seinem Lachen das Gegenüber anzustecken.

Rico Brunner

Wer angesteckt wird, lacht nicht dein Lachen. Er lacht sein eigenes. Zwischen zwei Energiefeldern geht nichts hinüber. Was bei dir ruhig und stark ist, kann beim anderen etwas Eigenes anstossen, keine Kopie von dir. Die beiden ersten Arten funktionieren anders:

Ricos Wortlaut

das wäre wie wenn man jemandem aktiv versucht, einen Witz zu erzählen, dass er beginnt, herzhaft zu lachen. Das funktioniert manchmal, aber manchmal auch nicht.

Rico Brunner

Beim Witz trägst du etwas an den anderen heran, und es muss passen. Beim ansteckenden Lachen entsteht die Reaktion im anderen selbst.

1 · eigene Kraft gebenHelferwird schwächerbekommtfremde Energie2 · Energie von aussenvon irgendwoherHelferverliert nichtsaufgebraucht,dann nicht mehr da3 · da seinBegegnungbleibt bei sicheigene Kraftwird angestossen
Bei den ersten beiden Arten fliesst Energie von einem zum anderen. Bei der dritten fliesst nichts hinüber. Schematisch.

Die älteste Art kennst du längst

Die dritte Art ist nichts Besonderes. Sie ist die alltäglichste von allen. Ein Kind hat sich wehgetan, die Mutter nimmt es in den Arm und ist einfach für es da. Sie hat keine Technik und gibt keine Energie. Das geschieht meistens unbewusst. Ich tue es bewusst und gezielt, und im Workshop übst du dasselbe.

Vieles, was Menschen guttut, gehört zu dieser dritten Art: Körperarbeit, eine gute Massage, Yoga, Zeit in der Natur, Meditation mit dem Blick auf dich selbst. Diese Dinge geben nichts in dich hinein. Sie beruhigen und lassen deinem eigenen Ausgleich Raum.

Wie viel Fremdes ein Feld verträgt

Jedes Energiefeld trägt einen kleinen Anteil fremder Energie in sich, nach meiner Beobachtung etwa drei bis fünf Prozent. Damit kommt ein Feld gut zurecht. Wird der Anteil viel grösser, gerät das eigene Feld durcheinander.

3 bis 5 % fremddas Feld kommt gut damit zurecht20 bis 60 % fremddas eigene Feld kommt nicht mehr nachAnteil fremder Energie im eigenen Feld
Ein wenig Fremdes gehört zum Leben. Problematisch wird es, wenn Energie über längere Zeit gezielt zugeführt wird. Die Zahlen sind meine Beobachtung, keine Messung. Schematisch.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Berührung und Zufuhr. Wenn du jemandem die Hand auf die Schulter legst, überträgst du nichts. Problematisch wird es erst, wenn jemand bewusst Energie in ein Feld hineingibt, über kurze oder längere Zeit. Wie sehr es einem Feld dann schadet, hängt davon ab, wie stark es ist.

Warum im Workshop keine Energie fliesst

Dafür gibt es zwei Gründe, und beide zählen. Der erste betrifft dich: Energie, die du gibst, fehlt dir. Der zweite betrifft den anderen Menschen: Er kann nur mit seiner eigenen Energie auf Dauer stark werden.

In meiner Arbeit stelle ich deshalb höchstens eine Information zur Verfügung. Das Energiefeld bemerkt sie und entscheidet selbst, ob es sie aufnimmt. Ich sage einem Feld nie, wie es zu sein hat.

Für dich heisst das je nach Lage etwas anderes. Wer gerade wenig Kraft hat, sollte sie nicht verschenken. Wer viel aufgebaut hat, behält es, weil er nichts abgibt. Und wer einmal mit anderen arbeiten will, lernt von Anfang an eine Art, die ihn auch nach vielen Jahren nicht auszehrt.

Fragen, die oft kommen

Gibst du mir Energie?
Nein. Ich gebe keine Energie und sende keine. Ich schaue, was in deinem Feld gerade nicht funktioniert, und bin da.
Verliere ich beim Helfen selbst Kraft?
Nicht, wenn du nichts gibst. Genau das übst du im Workshop: da sein, bei dir bleiben, nichts übertragen. Wie das geht, steht unter Handauflegen, ohne Energie zu übertragen.
Ist schon eine Berührung eine Übertragung?
Nein. Wenn du jemanden berührst, entsteht eine Begegnung. Übertragen wird erst, wenn jemand bewusst Energie hineingibt.
Was ist, wenn ich unbewusst doch etwas gebe?
Darauf achten wir im Workshop gemeinsam. Wer liegt, prüft, ob der andere Energie gibt, und wer steht, achtet darauf, keine zu geben. Mehr unter Handauflegen, ohne Energie zu übertragen.

Was mit dem Wort im Namen des Workshops gemeint ist, steht unter Was der Name des Workshops meint.

Kennung drei-arten · Version 1.0 · 23.10.2026