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Was ich beobachtet habe
Warum arbeite ich so, wie ich arbeite? Hinter jedem meiner Grundsätze steht eine Beobachtung, oft eine, die mich selbst überrascht hat. Einige davon erzähle ich hier.
Forschung · Beobachtungen
Keinen meiner Grundsätze habe ich mir ausgedacht. Jeder ist aus etwas entstanden, das ich gesehen habe und nicht mehr übersehen konnte.
Manches davon habe ich an mir selbst ausprobiert, bevor ich es glaubte.
Aus einem Ballon wurden viele Felder
Zu Beginn spürte ich bei Menschen in meinen Sitzungen eine Spannung in ihrer Ausstrahlung. Ich nahm sie als einen einzigen grossen Ballon wahr. Erst nach sehr vielen Stunden Beobachtung zerfiel dieser Ballon für mich in immer kleinere Energiefelder. Ich sah, dass sie sich verschieden verhielten, sich bewegten und miteinander in Verbindung standen.
So ist das Bild entstanden, mit dem ich heute arbeite: Ein Energiefeld besteht aus vielen Teilen, die zusammenwirken. Was das genau heisst, steht im Glossar unter Energiefeld.
Nicht die Lage macht den Unterschied
Am Anfang stand die Frage, warum zwei Menschen in derselben Lage so verschieden reagieren. Ich habe dazu unzählige Stunden Energiefelder beobachtet. Gewisse Konstellationen habe ich erst nach hundert, zweihundert oder dreihundert Stunden verstanden.
«Ich konnte beobachten, dass es nicht die Situation ist, die den Unterschied macht.»
Rico Brunner
Auch das Verhalten macht ihn nicht. Den Unterschied macht, wie sein Energiefeld auf eine Lage reagieren kann. Das betrifft die schwere Phase ebenso wie die ruhige, in der jemand hält, was er sich aufgebaut hat, oder die, in der er weiterwill.
Gesendete Energie hält nicht
Früher habe ich gearbeitet wie viele andere: Wirkte ein Energiefeld schwach, gab ich ihm Energie. Ich beobachtete, dass es dadurch kurz stärker wurde und dann nicht stark blieb. Der Mensch wirkte gestärkt, aber nur scheinbar.
Je länger ich hinschaute, desto deutlicher wurde mir, was das für ein Energiefeld bedeutet. Ein kleiner Anteil fremder Energie, etwa drei bis fünf Prozent, ist normal, und ein Feld kommt damit zurecht. Wird Energie aber gezielt von aussen zugefügt und steigt der Anteil auf zwanzig, dreissig Prozent und mehr, kann das Energiefeld nicht mehr richtig funktionieren. Diese Erkenntnis hat mich mehr erstaunt als jede andere. Von da an forschte ich viel stärker und beständiger.
Was ich sah
Ein Feld, dem ich Energie gab, wirkte kurz stärker und fiel dann zurück.
Was daraus wurde
Ich sende keine Energie. Mehr unter Keine Fremdenergie.
Ein gedrängtes Feld wird schwächer
Mit Anfang zwanzig habe ich selbst ausprobiert, ein Energiefeld in eine Richtung zu drängen. Danach habe ich zwei Wochen lang beobachtet, was geschah. Von aussen sah es gut aus. In meinem eigenen Feld sah ich, dass ich Energie verlor und mein System unruhig wurde. Das Drängen kostete auf beiden Seiten.
Seither habe ich es viele Male bestätigt gesehen. Zwingt man ein Energiefeld in eine Form, eine Handlung oder ein Verhalten, das ihm nicht entspricht, sieht man kurz einen Erfolg. Auf lange Sicht wird das Feld geschwächt.
«Und darum ist einer der Grundsätze, Energiefelder zu manipulieren schadet dem Energiefeld selbst dann, wenn die Manipulation gut gemeint sein sollte.»
Rico Brunner
Überrascht hat mich dabei noch etwas anderes. Als ich anfing, stellte ich mir meine Arbeit vor wie die eines Chirurgen, der aktiv eingreift. Beobachtet habe ich etwas anderes: Ein Energiefeld arbeitet mit, wenn es eine Anregung bekommt. Ich stelle eine Information zur Verfügung, und das Feld entscheidet selbst, ob es sie aufnimmt. Mehr dazu unter Keine Manipulation.
Zu viel auf einmal überfordert ein Feld
Bei den ersten Fernbehandlungen arbeitete ich an einem Tag und beobachtete danach dreissig Tage lang, was im Energiefeld geschah. Ich sah, dass das Feld überfordert war. Es konnte so viel auf einmal gar nicht aufnehmen.
Also verkürzte ich den Abstand, Schritt für Schritt, und beobachtete jedes Mal von neuem. Heute arbeite ich jeden Tag, so wenig wie möglich und am richtigen Ort. So hat das Energiefeld Raum für seine eigene Bewegung.
Gleiches Verhalten, verschiedene Ursachen
Zwei Menschen sagen in derselben Lage Nein. Beim einen kommt das Nein aus einem guten Selbstwert, beim anderen aus Angst oder Überforderung. Von aussen sieht es gleich aus. Im Energiefeld sind es zwei verschiedene Vorgänge.
Ich habe darum gelernt, vom Verhalten nicht auf das Energiefeld zu schliessen. Das Verhalten gibt Hinweise, mehr nicht. Was im Feld geschieht, sehe ich nur, wenn ich das Feld selbst anschaue. Darum brauche ich für meine Arbeit auch deine Geschichte nicht.
Was nicht funktioniert, fällt auf
Wer weiss, worauf er schauen muss, dem springt ins Auge, was in einem Energiefeld nicht funktioniert. Das ist kein Talent allein. Ich habe sehr lange genau das geübt.
«Und darum leuchtet es für mich, weil ich sehr lange geübt habe, genau das zu sehen, was nicht funktioniert.»
Rico Brunner
Fragen, die oft kommen
- Hast du früher selbst Energie gesendet?
- Ja. Am Anfang habe ich gearbeitet wie viele andere. Ich habe damit aufgehört, weil ich beobachtet habe, dass es nicht hält.
- Warum arbeitest du in The Field jeden Tag und nicht einmal im Monat?
- Weil ich beobachtet habe, dass ein Energiefeld zu viel auf einmal nicht aufnehmen kann. Wenig, jeden Tag und am richtigen Ort passt besser zu dem, was ein Feld verarbeiten kann.
- Kannst du aus meinem Verhalten etwas über mein Energiefeld sagen?
- Nein. Dasselbe Verhalten kann aus ganz verschiedenen Vorgängen im Feld entstehen. Ich schaue darum direkt auf das Energiefeld.
- Gilt das bei allen Menschen gleich?
- Die Grundsätze gelten für alle Energiefelder. Wie sich ein einzelnes Feld verhält, ist bei jedem Menschen anders. Darum beobachte ich jedes Feld neu.
Wo es weitergeht
Was ich noch nicht verstehe und woran ich gerade forsche, steht unter Woran ich heute forsche. Wie ich zu diesen Beobachtungen komme, steht unter Wie ich beobachte.
Bereich Forschung · Version 1.0 · 23.10.2026